Freue mich mit und bin gespannt auf Deine nächsten Berichte. Aber die gehören dann in den Angebermodus, gelle? ;-)
Viele Grüße Barbara mit Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias, Lausbub Seppl und 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance)
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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)
Zitat von alleswirdgutEs gibt news von der Klappbox: Und während ich mit dem Hundetrainer lernte, beobachtete Bennie das Geschehen aus seinem neuen Haus heraus ganz gelassen.
so ist es richtig Mensch lernt und Hund schaut zu.
In Antwort auf:Freue mich mit und bin gespannt auf Deine nächsten Berichte. Aber die gehören dann in den Angebermodus, gelle? ;-)
Zitat von ElektraUnd wehe, Du vergißt die Kamera. ;-)
wie könnte ich es wagen ......
Zitat von ElektraFreue mich mit und bin gespannt auf Deine nächsten Berichte. Aber die gehören dann in den Angebermodus, gelle? ;-)
Ach .... wie heisst es so schön? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Und darum will ich die hochverehrte Frau b bitten, diesen vermessenen Titel mit der Angeberin meinen bescheidenen, aber zum Glück vorhandenen kleinen fortschritten anzupassen.
Bärbel
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück. (Charles Darwin)
Gestern gab es nun diesen zweistündigen Spaziergang mit mindestens 25 Hunden und ebenso vielen Menschen. Es ging in eines der hier vorkommenden Moorlandschaften genau dorthin, wo der Torf gestochen wird. Also weit und breit keine Menschenseele. Auch für mich eine Premiere, weil dieses Moor sehr versteckt liegt. Als die Hunde aus den Autos gelassen wurden, war der Hundetrainer bei Bennie und mir. Erst mußten die Hunde Platz machen, und dann wurden sie von dr Leine gelassen. Spannender Moment - wie wird Bennie sich verhalten? Aber der Trainer forderte mich auf, mich nicht um Bennie zu kümmern, sondern zügig zu gehen. Vor uns hinter mir Hunde Hunde Hunde und meiner mittendrin. Erst war er sehr gestresst und damit beschäftigt, mit dem Ansturm der Massen klarzukommen. Längere Zeit hatte er eine stattliche Bürste, bellte und fletschte die Zähne, kräuselte die Nase. Aber zwischendrin tauchte in diesem Durcheinander mein Bennie auf und vergewisserte sich, daß er nicht allein unter Wölfen ist. Die Menschen interessierten ihn die ganze Zeit nicht. Morgen werde ich Bennies Verhalten genauer mit dem Trainer analysieren. Ich hatte den Eindruck, daß er zunehmend ruhiger, d.h. weniger gestresst war. Und in dem Maßé wurde ich auch ruhiger. Während des Spaziergangs mußten wir die Hunde immer mal wieder an die Leine nehmen und Platz machen lassen, uns entfernen. Bennie ist nicht immer liegen geblieben, aber doch immer öfter; bei so viel Ablenkung fand ich das aber okay. Alles in allem stellte sich bei mir während der Wanderung eine große Erleichterung ein, weil ich mir das viel nerviger vorgestellt hatte. Ich habe meinen Bennie als einen Hund erlebt, der nach anfänglichem Stress sich unter die Hunde ins Getümmel gestürzt und munter mitgemischt hat. Dann ist er abgekämpft in seinem Haus verschwunden und war für den Rest des Tages rechtschaffen eermattet und zufrieden.
Bärbel
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück. (Charles Darwin)
ich kann mir ungefähr vorstellen, wie es Dir gegangen sein muß, wahrscheinlich hast Du alles durch von Heiden-Angst bis hin zu Mega-Glücksgefühlen.
Wenn ich solche Berichte lese oder auch Ben im Kontakt mit Artgenossen erlebe, denke ich ganz oft: Wir sollten unseren Hunden einfach mehr Raum geben, mehr Möglichkeit, einfach miteinander zu kommunizieren, wie Hunde es nun einmal tun. Sie sind da so genial drin, daß es beinahe peinlich ist, ein so asoziales Wesen wie ein Mensch zu sein. Wir sind nicht selten viel zu sehr damit beschäftigt, anderen Lebewesen ihre Lebensweise und ihre Form des Austausches abzugewöhnen, daß wir das Vertrauen, das wir eigentlich in unsere Vierbeiner haben könnten, gar nicht erst entwickeln. Dabei ist gerade hundliches Miteinander, die Kommunikation mit so feinen Nuancen, wie unsere Hunde es beherrschen, etwas so Phantastisches, daß ich, auch wenn das jetzt "groß" klingt, mehr oder weniger ständig in Ehrfurcht erstarren könnte, wenn ich es beobachten darf.
Viele Grüße Barbara mit Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias, Lausbub Seppl und 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance)
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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)
Zitat von Elektra .... daß es beinahe peinlich ist, ein so asoziales Wesen wie ein Mensch zu sein. Wir sind nicht selten viel zu sehr damit beschäftigt, anderen Lebewesen ihre Lebensweise und ihre Form des Austausches abzugewöhnen ...
Wohl wahr, liebe .... da sprichst du große Worte gelassen aus.
Bärbel
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück. (Charles Darwin)
Heute haben Bennie und ich wieder die Hundeschulbank gedrückt. Genauer gesagt bekam ich Instruktionen, wie der GS-Griff anzuwenden ist und wie Bennie bei Fuß geht. Es war mir schon fast ungeheuer, daß er meine diesbezüglichen ersten Gehversuche (grins) so artig befolgt hat. Dann kam beim Gassigehen die Lernzielkontrolle. Bennie ging nahezu perfekt bei Fuß. Zwei plötzlich in der Dunkelheit auftauchende Radfahrer konnten unangebellt passieren, indem Bennie sich nach dem GS-Griff um mein linkes Bein wand. Beim Start durfte Bennie im Geschirr an der langen Leine laufen und später die letzte Strecke des Rückwegs auch. Im Mittelteil habe ich ihn am Halsband angeleint und Fußgehen geübt. Er hat fast die ganze Zeit nicht an der Leine gezogen. Morgen - hoffentlich bei Sonnenschein - werde ich das weiter perfektionieren.
Der Trainer hat mir gesagt, daß er mit Bennies Fortschritten zufrieden ist und hinzugefügt: "sehr zufrieden sage ich nicht, dann hörst du auf zu üben." Ich habe seit langer Zeit ein gutes Gefühl.
Dann soll ich ja auch darauf hinarbeiten, daß Bennie mir nicht immer an den Fersen klebt und statt dessen 2 bis 3 m Distanz hält. Ich hab keine Ahnung, wie das funktioniert hat. Ich habe Bennie mit dem Befehl RAUS ins nachbarzimmer verscheucht. Dort hat er sich hingelegt und vor sich hingedöst. Und das klappt seitdem jedes Mal, und das seit Tagen.
Bärbel
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück. (Charles Darwin)
das liest sich ja supergut. 25 Hunde um Richy - bei der Vorstellung bekomme ich schon hier am PC Schweißausbrüche. Das muss ein wunderbares Gefühl sein, wenn er sich so gut macht.
Zitat von alleswirdgutGenauer gesagt bekam ich Instruktionen, wie der GS-Griff anzuwenden ist und wie Bennie bei Fuß geht. ... Zwei plötzlich in der Dunkelheit auftauchende Radfahrer konnten unangebellt passieren, indem Bennie sich nach dem GS-Griff um mein linkes Bein wand.
Hmmmh, jetzt stehe ich wohl auf der Leitung: Was ist ein GS-Griff? Und wie windet sich der Hund ums Bein? Könntest du mir das noch ein wenig erklären?
Ich freu mich über eure Riesenfortschritte. Bleibt dran!
LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida _______________________________________________
"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)
Zitat von alleswirdgutdaß Bennie mir nicht immer an dr Fersen klebt und statt dessen 2 bis 3 m Distanz hält. Ich hab keine Ahnung, wie das funktioniert hat. Ich habe Bennie mit dem Befehl RAUS ins nachbarzimmer verscheucht. Dort hat er sich hingelegt und vor sich hingedöst. Und das klappt seitdem jedes Mal, und das seit Tagen.
Warum sollst du ihn denn ins Nachbarzimmer schicken? Reicht da nicht ein "bleib" zur Distanzkontrolle?
Es ist schön zu lesen, wie schön das Training mit Bennie klappt. Mach weiter so.
Liebe Grüsse Kerstin
Liebe Grüsse Kerstin
------------------------------------------------- Der Gedanke "Wie belohne ich meinen Hund für richtiges Verhalten?" zeichnet die Qualität der Ausbildung aus, nicht der über Bestrafung. (Edgar Scherkl)
Der GS-Griff ist der Grundstellungsgriff und geht so: Mit der rechten Hand fasse ich oben ins Halsband, mit der linken Hand bringe ich den Hund an mein rechte Seite, indem ich ihm vorsichtig die Hand in die Flanken lege und ihn zu mir ans Bein ziehe (mit Körperkontakt). Wenn er richtig sitzt, wird er gelobt und gestreichelt und dann sage ich Fuß und los gehts. Bzw. wenn "Feinde" auftauchen bringe ich den Hund auch in diese Position. Auf diese Weise soll er Sicherheit vermittelt bekommen. Bisher hats geklappt. Hatte allerdings erst gestern abend einmal die Gelegenheit, das zu testen. Heute werden wir länger trainieren.
Wie macht ihr das beei euren Hunden? Ich dachte, das sei eine allgemein übliche Technik, weil wir unsere Hunde in bestimmten Situationen ja auch anfassen müssen.
Was das RAUS angeht, so hab ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Es geht darum, daß Bennie lernen soll, daß er nicht jederzeit ungehindert in alle Räume hineinspazieren kann und daß er - wie er es bisher macht - grundsätzlich an mir hängt. Bisher wende ich das RAUS an, wenn ich in der Küche zu tun habe. Dann verzieht er sich in den Flur, die Tür ist allerdings immer offen. Oder auch, wenn ich Besuch habe. Dann legt er sich ins Nachbarzimmer, von wo aus er das geschehen beäugen kann oder schlafen.
Ich finde, seitdem ich das so mache, ist sein Erregungslevel etliches niedriger geworden.
Bärbel
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück. (Charles Darwin)